Photovoltaikanlagen für Mietwohnungen

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23.05.2013

Photovoltaikanlagen für Mietwohnungen rechnen sich nicht?

So war wohl bisher die landläufige Meinung. Photovoltaikanlagen für Mietwohnungen können sich aber dennoch rechnen.
Zum einen ist es so, dass die sogenannten Einspeisevergütungen, also das Geld, das man bekommt, wenn man selbst Strom erzeugt und einspart, zurück gehen. Grund hierfür ist, dass die Solarzellen deutlich günstiger geworden sind und zum anderen immer mehr Strom eingespeist wird.
Z.B. entsprach allein die Menge an Strom aus Sonnen- und Windkraftwerken am 18. April diesen Jahres der Leistung von 26 Atomkraftwerken.

Photovoltaikanlagen für Mietwohnungen können rentabel sein.

© Rolf Liedke

Wie soll sich das jetzt nun rechnen?

Die Kilowattstunde kostet zur Zeit ca. 25 Cent, wenn Sie sie bei Ihrem Stromanbieter kaufen. Selbst können Sie diese für ca. 15 Cent produzieren. (Stand Mai 2013)

Wie geht das?

Einfache Photovoltaikanlagen für Mietwohnungen kann man ab 800,- € erwerben. Solch ein Modul ist einfach an der Sonnenseite der Wohnung z.B. am Balkon oder im Garten zu montieren. Die Einspeisung erfolgt via Schukostecker. Solch ein System ist bis auf 18 Module erweiterbar. Ist der Stecker eingesteckt und die Sonne scheint, verringern Sie die Stromkosten Ihres Stromanbieters um die Menge, die Sie einspeisen.
Selbst in den Abendstunden können Sie durch den integrierten Energiespeicher noch einspeisen.

Kosten und Ersparnis

Man sollte nicht davon ausgehen, sich mit solch kleinen Photovoltaikanlagen für Mietwohnungen autark versorgen zu können. Aber geschickt genutzt, kann es sich rechnen.
Ein Beispiel: die oben genannte Anlage für 800,- € amortisiert sich in 2-3 Jahren. Der Energiespeicher hält bis zu 5 Jahren. Die Solarzellen selbst bringen 80% ihrer maximalen Leistung bis zu 20 Jahre lang.

Unterschied zu den geförderten Großanlagen

Photovoltaikanlagen für Mietwohnungen sind zumeist nur kleine oder einzelne Module. Sie speisen damit keinen Strom in das Stromnetz Ihres Anbieters ein, den Sie vergütet bekommen. Der produzierte Strom ist nur für den Eigenverbrauch.
Sie benötigen keine Genehmigung Ihres Anbieters, und es sind keine großen Vorschriften zu beachten. Der wichtigste Vorteil für den Mieter einer Wohnung ist allerdings: so einfach wie die Anlage aufzubauen ist, kann man sie wieder abbauen und in einer neuen Mietwohnung installieren.

Wer in das Thema einsteigen will, kann das schon für unter 100,- € mit einem kleinen Solarladegerät für das Mobiltelefon. Eine große Auswahl an Produkten fand ich bei Photovoltaikstore.de . Hier gibt es natürlich auch für Vermieter die Möglichkeit, das ganze Dach mit Solarmodulen ausrüsten zu lassen.

Wollen wir nun hoffen, dass die sonnenreichen Tage endlich kommen.

 

 

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