Mietkaution sparen – So vermeidet man beim Umzug ein finanzielles Fiasko

Mietkaution sparen – Fiasko vermeiden

In begehrten Großstädten – wie beispielsweise Berlin – ist den Menschen die Lust aufs Umziehen gründlich vergangen. Trotz Mietpreisbremse steigen die Kosten für Wohnraum kontinuierlich an. Lässt sich trotz Unlust ein Wohnungswechsel aber nicht vermeiden, müssen Mieter davon ausgehen, ab sofort deutlich mehr für ihre Bleibe auszugeben.

Mietkaution

© Oliver Schiefbahn

 

 

 

 

 

 

Da muss an allen Ecken und Enden gespart werden. Die Mietkaution gehört bei einem Umzug zu den Dingen, die das meiste Geld verschlingen. Es gilt, bis zu drei Nettokaltmieten beim Vermieter zu hinterlegen, deren Zweck es ist, den Vermieter gegenüber Schäden an seiner Immobilie abzusichern. Viele hinterfragen die Barkaution nicht, da sie keine Alternativen kennen. Dennoch gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich die Mietkaution zu sparen, um letztlich trotz höherer Miete angenehm leben zu können.

Die Verpfändung eines Sparbuches

Hierbei bleibt das Geld dem Mieter eigentlich erhalten. Denn es ist an ihm, das Sparbuch anzulegen und es dann seinem Vermieter auszuhändigen. Bei der Einrichtung des Sparbuches, darf aber nicht vergessen werden, einen Sperrvermerk einzurichten, der dem Vermieter einen unerwünschten, unberechtigten Zugriff untersagt.

Die Verpfändung von Wertpapieren

Das gleiche Vorgehen wie mit dem Sparbuch lässt sich auch auf Wertpapiere übertragen. Allerdings ist diese Kautionsform mit Vorsicht zu genießen, weil die Übergabe der Wertpapiere oftmals durch den entsprechenden Fond oder die Bank erschwert wird. Dies bedeutet am Ende sowohl für den Mieter als auch für den Vermieter vermeidbaren Stress. Ist man nicht liquide, hat aber Wertpapiere, ist es ratsam, diese zuerst abzulösen, dann das Geld auf einem Sparbuch zu parken und es anschließend für die Kaution zu nutzen.

Die Mietkautionsbürgschaft

Bei dieser Kautionsform tritt eine Versicherung als Bürgschaftsgeber ein. Anstatt einer großen Geldsumme zahlt der Mieter einen Jahresbeitrag an die Versicherung. So spart der Mieter sich die Barkaution und kann das Geld für andere Anschaffungen ausgeben. Er erhält eine Bürgschaftsurkunde, die beim Vermieter hinterlegt wird. Tritt dann zum Beispiel der Fall ein, dass der Mieter seine Mietzahlungen nicht mehr leisten kann oder Schäden an der Immobilie auftreten, zahlt zunächst die Versicherung den Betrag und holt sich im Anschluss das Geld vom Mieter zurück.

Die Bankbürgschaft

Unter der Voraussetzung, dass der Mieter Geld an die Bank zahlt, gibt hierbei eine Bank eine Erklärung gegenüber dem Vermieter mit einem Zahlungsversprechen ab. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass zunehmend weniger Kreditinstitute dazu bereit sind, das sogenannte Bankaval anzubieten. Und das merkt man auch an den Bedingungen, die gegeben sein müssen, um diese Bürgschaft überhaupt in Anspruch nehmen zu können. Eine Sperreinlage oder zusätzliche, hohe Gebühren machen diese Kautionsform für Mieter unattraktiv. Hinzu kommt, dass das Bankaval wie ein Kredit behandelt wird. Benötigt der Mieter nun eine größere Summe Geld und beabsichtigt dafür einen (weiteren) Kredit zu beantragen, kann sich das zuvor abgeschlossene Aval infolge eines negativen Bonitätseintrages nachteilig auswirken.

Fazit

All diese Kautionsformen haben ihre Vor- und Nachteile, sodass man im Einzelfall individuell abwägen muss, welche Option individuell die günstigste ist. Man sollte also mit dem Vermieter das Gespräch suchen und mit ihm Alternativen zur Barkaution besprechen. Denn unabhängig davon, dass man als Mieter mitunter jede Menge Geld sparen kann, können auch Vermieter von einem verringerten Aufwand bei der Mietkaution profitieren. So spart sich der Vermieter beispielsweise bei der Mietkautionsbürgschaft das Anlegen eines gesonderten Kautionskontos. Er erhält eine Urkunde, die er einfach nur abheften muss und ist damit genauso abgesichert wie mit der Barkaution.

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